Medienkompetenz, digitale Kompetenzen und Kompetenzen im digitalen Zeitalter

Was meinen wir im digitalen Zeitalter mit Medienkompetenz? Was verstehen wir unter Digitalisierung und welche digitalen Kompetenzen leiten wir daraus ab? An welchen Kompetenzen und Grundwerten soll man sich orientieren, um jüngere Generationen im digitalen Zeitalter zu bilden und auszubilden? Dieser Beitrag verschafft einen Überblick über die Debatte. Dabei steht auch der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Praxis im Fokus.

Was verstehen wir unter Medien- und Digitalkompetenz?

So richtig komplex wurde es mit dem Medienbegriff jedoch durch die Popularisierung des Internets ab den 1970ern und später durch das World Wide Web ab 1990. In der Medien- und Kommunikationswissenschaft haben wir das Internet seit Jahrzehnten als Medium verstanden. Aber verstehen wir auch alles, was ans Internet angeschlossen ist, als Medium? Smartphones, Apps, E-Mail, Home Assistants, vernetzte Autos und Kühlschränke, webfähige Barbies? Wo beginnt ein digitales Medium und ab wann sind es nur noch digitale Daten ohne Medien?

Wir haben es somit mit einem unklaren Medienbegriff zu tun. Oft ist dennoch die Rede von «Medienkompetenz» und «Media Literacy» als sei klar, was es damit auf sich hat. Im akademischen Setting erinnern wir uns vielleicht an die einflussreiche Definition des deutschen Medienpädagogen Dieter Baacke. Er unterteilte Medienkompetenz in vier Teilbereiche (Tabelle 1).

Image for post
Image for post
Tabelle 1: Operationalisierung von Medienkompetenz (Baacke, 1997)

Eine verwandte Herangehensweise verfolgte der Zürcher Medienpädagoge Daniel Ammann im «Dossier Medienkompetenz» (Ammann, 2009) für die schulische Medienbildung, indem Medienkompetenz in Medienwissen, Mediennutzung und Medienreflexion aufgeteilt wird (Abbildung 1). Dieses Modell wird auch in aktuellen Weiterbildungskursen für Lehrpersonen der Volksschule im Bereich Medienbildung und Informatik verwendet.

Image for post
Image for post
Abbildung 1: Medienkompetenzmodell Schulamt Stadt Zürich (Ammann, 2009)

Im Zuge der Medienkonvergenz und der fortschreitenden Digitalisierung vermischen sich die Begriffe Medien- und Digitalkompetenz zunehmend. Es stellt sich auch die Frage, ob nicht ohnehin beide Begriffe besser im Plural verwendet werden: Medienkompetenzen und Digitalkompetenzen. Nicht nur «Medien» ist ein unklarer Begriff, dasselbe Schicksal teilt der Begriff «Digitalisierung». Die einen meinen damit die Übertragung von analogen Informationen auf einen digitalen Datenträger, für andere bedeutet er neue Arbeitsprozesse, neue Geschäftsmodelle, Social Media und künstliche Intelligenz, um nur wenige Aspekte aufzuzählen. Wenn nicht klar ist, was mit Digitalisierung gemeint ist, fragt sich, was wir unter digitalen Kompetenzen verstehen. Das führt zu einem Fachstreit zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Medienwissenschaft und der Informatik über die fachliche Hoheit über «Medien und Informatik» in der Volksschule. So beklagte der deutsche Medienpädagoge Ralf Vollbrecht bereits vor 20 Jahren, dass gerade im schulischen Umfeld Medienkompetenz vielfach zu eng und zu technologisch auf Medien bezogen werde, z. B. als informationstechnologische Grundbildung (Vollbrecht, 2001). Seit Jahren befürchtet hingegen der Schweizer Informatikprofessor Juraj Hromkovič, dass die schulische Bildung im Bereich Medien und Informatik stark zu Ungunsten der Informatik ausfalle und spricht von einer «Zwangsehe» der beiden Fächer (z. B. Olff, 2018). Auch der Think Tank Avenir Suisse doppelt mit Verweis auf den Wirtschaftsstandort Schweiz nach:

«Digitale Bildung ist mehr als Medienkompetenz. Informatik findet in den Lehrplänen zu wenig Beachtung.» (Ammann, 2019)

Eine salomonische Lösung wurde vom Informatikpädagogen Beat Döbeli im Rahmen der Dagstuhl-Erklärung festgehalten, indem er die Begriffe Medien und Informatik ganz entfernt hat. Um den unproduktiven Grabenkampf zwischen Deutungshoheiten zu beenden, zeigt das «Dagstuhl-Dreieck» drei Perspektiven auf digitale Medien für den Bildungskontext auf (Abbildung 2).

Image for post
Image for post
Abbildung 2: Dagstuhl-Dreieck: Digitale Medien und Bildung (Döbeli, 2016)

Vor wenigen Jahren wurde in der Deutschschweizer Volksschule der Lehrplan 21 eingeführt. Medien und Informatik erhalten darin eine deutlich höhere Verbindlichkeit als bisher. Der neue Modullehrplan Medien und Informatik unterscheidet die Kompetenzbereiche Medien und Informatik sowie die Anwendungskompetenzen (Abbildung 3).

Image for post
Image for post
Abbildung 3: Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen im Lehrplan 21 (D-EDK, 2016)

Gemäss Lehrplan sind die drei Bereiche Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen nicht trennscharf. So setze beispielsweise eine effiziente Internetrecherche sowohl Kenntnisse über die Funktionsweise von Suchmaschinen (Informatik) als auch Hintergründe zu Geschäftsmodellen und Zensurmassnahmen von Suchmaschinen (Medien) voraus, als auch konkretes Wissen zur Bedienung derzeit aktueller Suchmaschinen (Anwendung) (D-EDK, 2016).

Die Anwendungskompetenzen werden mehrheitlich überfachlich vermittelt und in drei Themenbereiche unterteilt:

  • Handhabung: Bedienung, Sicherheit, Tastaturschreiben, Arbeitsorganisation (Kontakte, Termine, Aufgaben verwalten)
  • Recherche und Lernunterstützung: Quellen fürs Lernen, Webrecherche, Lernunterstützung
  • Produktion und Präsentation: Text, Bild, Video, Audio, Präsentation, Kommunizieren / Kooperieren / Publizieren, Daten erfassen / visualisieren

In den Bereichen Medien und Informatik stehen folgende Themen im Fokus:

  • Medien: nutzen, reflektieren, Cybermobbing verhindern, Herausforderungen der Digitalisierung diskutieren, Werbung erkennen, über Emotionen bei der Mediennutzung sprechen, Werbewirkung wie Schönheitsideale reflektieren, Rechtliches beachten (Datenschutz, Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht)
  • Informatik: Daten mittels selbst entwickelter Geheimschriften verschlüsseln, formelle Anleitungen erkennen und ausführen (zunächst Kochrezepte, dann für einfache informatische Problemstellungen), Abläufe mit Schleifen und Abzweigungen erkennen, beschreiben und strukturiert darstellen, Aufbau und Funktionsweisen verstehen von Informationsverarbeitungssytemen, verschiedene Speicherarten kennen und Grösseneinheiten für Daten kennen.

Obwohl der Lehrplan 21 definiert, welche Kompetenzen schulisch zu erwerben sind, braucht es Angebote wie dreimaldrei.ch. Auf dieser Website werden die im Lehrplan festgehaltenen Medien- und Informatik-Lernziele für Lehrpersonen der Volksschule weiter konkretisiert. Dabei wird gezeigt, welche Kompetenzen auch integriert in andere Schulfächer ungefähr in welcher Klasse vertieft werden können (Tabelle 2).

Image for post
Image for post
Tabelle 2: Aus dem Kompetenzraster zum Lehrplan 21: Medien und Informatik (Staub, Kern und Schranz, 2019)

In der Praxis mit Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien zeigt sich deren grosse Herausforderung, die Quelle einer Information richtig einzuschätzen und zu beurteilen, ob es sich um Falschinformationen handelt (Wineburg et al. 2016). Vielen Jugendlichen fällt es schwer, zu hinterfragen, wer welchen Inhalt wo und mit welcher Absicht veröffentlicht hat. Dafür braucht es Hintergrundwissen zu Themen wie politischer Propaganda und strategischem Marketing (mittels Publireportagen, Native Advertising, Content Marketing etc.). Vielen dürfte auch nicht klar sein, dass Newsfeeds in Sozialen Medien algorithmisch kuratiert sind und wie das Geschäftsmodell dieser Firmen funktioniert. Zum anderen fehlt es bei Jugendlichen oft an der Einsicht, wie stark der ständige Online-Zugang an ihrer Konzentrationsfähigkeit nagt.

An Elternabenden zum Thema Medienerziehung ist auffallend, dass Eltern, die selbst nicht mit Smartphones und Tablets aufgewachsen sind, stark verunsichert sind und jungen Menschen oft automatisch eine hohe Medienkompetenz zuschreiben. Dies hat auch mit den undifferenzierten Debatten zu tun, die zu Digital Natives und Digital Immigrants geführt werden (Bennett et al. 2008). Da wird oft ein unbekümmerter Umgang mit digitalen Medien mit einer souveränen Nutzung verwechselt. Als hilfreich hat sich für Elternabende eine stark vereinfachte Unterteilung des Medienkompetenz-Begriffs erwiesen: technische Nutzungskompetenz und verantwortungsvoller Medienumgang (Abbildung 4).

Image for post
Image for post
Abbildung 4: Medienkompetenz im Vortrag «Surfen, Gamen, Chatten» für Elternabende (Genner, 2018)

Ziel dieser Vereinfachung ist ein Empowerment von Eltern im Sinne von: «Sie sind in vieler Hinsicht medienkompetenter als Ihre Kinder, denn Sie sind erwachsen und haben ein ausgereiftes Verantwortungsbewusstsein. Sie müssen Tablets und Social Media nicht so souverän bedienen können wie Ihre Teenager, um mit Ihren Kindern einen Dialog darüber zu führen, wann sie die Geräte nutzen und wofür. Sie können mit ihnen Regeln definieren, wann sinnvollerweise Schlafenszeit ist, dass die digitalen Geräte nachts im Schlafzimmer und am Esstisch nichts zu suchen haben. Sie können verlangen, dass online genauso anständig kommuniziert wird wie offline, dass man Online-Informationen und Online-Bekanntschaften kritisch hinterfragen muss und zweimal überlegen soll, was man online veröffentlicht.» Verschiedene Studien haben übrigens gezeigt, dass sich jüngere Menschen schlechter von sozialem Druck abgrenzen können — gegenüber Gleichaltrigen, aber auch Vorgesetzten — und daher schnell verunsichert sind, wem sie digital wie rasch zurückschreiben sollten. Dadurch reagieren jüngere Menschen auf die Möglichkeiten der ständigen digitalen Erreichbarkeit auch tendenziell mit mehr Stress als ältere. Diese Erkenntnisse widersprechen jedoch dem gängigen Narrativ über den souveränen Umgang der jüngeren Generation mit digitalen Medien (Genner, 2017, p. 30ff).

Digital Skills

Image for post
Image for post
Abbildung 5: Digital Citizenship Framework (DQ Institute, 2017)

Das Berkman Klein Center der Harvard University hat die Digital Citizenship Resource Platform aufgebaut (Berkman Klein Center, 2020). Es handelt sich dabei um eine Online-Plattform, die zu unterschiedlichen Aspekten von Digital Citizenship Bildungsmaterialien und Tools aggregiert und sammelt. Die Teilbereiche der Plattform betreffen beispielsweise Wissen über künstliche Intelligenz, Zugang und Herstellung von digitalen Inhalten, Daten, Cybersicherheit, rechtliche Aspekte, Privatsphäre und Informationsqualität (siehe Abbildung 6). Da sich die Plattform an ein globales Bildungspublikum wendet, sind im globalen Süden Themen wie Digital Access vermutlich dringlicher als in westlichen Ländern, wo bereits AI Literacy (Artificial Intelligence Literacy) ein Thema ist. Das Digital-Citizenship-Rahmenmodell versteht Digital Literacy und Media Literacy als Teilbereiche.

Image for post
Image for post
Abbildung 6: Das Rahmenmodell der Digital Citizenship Resource Platform (Berkman Klein Center, 2020)

Für den Hochschulkontext lässt sich die Situation auf folgende These zuspitzen (Genner, 2020, p. 148ff): «Die unterschätzten digitalen Kompetenzen im Hochschulkontext sind im Grunde banal.» Häufig ist die Rede von Digital Skills, als wäre damit gemeint, selbstlernende Algorithmen mit ethischem Bewusstsein zu entwickeln, die Ärztinnen und Anwälte restlos ersetzen können. In der Regel scheitern jedoch Dozierende wie Studierende an digitalen Banalitäten. Viele graue Eminenzen an Hochschulen schlagen sich noch mit dem Adler-System auf der Tastatur durch, statt einen Kurs im Zehnfinger-System zu besuchen. Programmieren können ist gut und schön, aber in Wahrheit kämpfen wir mit der E-Mail-Flut und Backups, die wir hätten machen sollen, bevor unsere Dateien verloren gingen. Studierende können zwar Snapchat und Instagram, aber oft kein Word und Excel. Es folgt daher Tabelle 3 mit unterschätzten digitalen Kompetenzen an Hochschulen:

Image for post
Image for post
Tabelle 3: Unterschätzte digitale Kompetenzen im Hochschulkontext (Genner, 2020)

Eine sinnvolle Übersicht und Trainingsmöglichkeit «digitaler Basiskompetenzen» bietet die Pädagogische Hochschule Zürich (Abbildung 7). Die Basiskompetenzen basieren unter anderem auf der European Computer Driving License ECDL und berücksichtigen die Anwendungskompetenzen im Lehrplan 21 Medien und Informatik für die Volksschule.

Image for post
Image for post
Abbildung 7: Digitale Basiskompetenzen (PHZH Digital Learning, 2020)

Medienethik und Medienkompetenzförderung

Ethische Fragestellungen rund um Digitalisierung haben derzeit Hochkonjunktur: Die Zürcher Fachhochschule bietet einen Lehrgang in Digital Ethics an und Millionen von Menschen schauen sich die Netflix-Dokumentation «The Social Dilemma» an, die mit ethischen Argumenten mit der Digitalwirtschaft hart ins Gericht geht. Es geht in den Debatten um die Rolle digitaler Plattformen wie Facebook, Google und Twitter, die zumindest im Bereich des Geschäftsmodells klassischen Medien den Rang ablaufen. Es geht um ethische Fragen rund um künstliche Intelligenz, algorithmische Entscheidungssysteme und die Frage, welche Art von Digitalisierung gesellschaftlich wünschenswert ist. Peter Holzwarth schreibt mit Verweis auf Baacke (1997), die Medienpädagogik mit ihrer medienkritischen Denk- und Handlungstradition könne einen wertvollen Beitrag leisten, um digitale Wandlungsprozesse mit ethischer Reflexion zu begleiten (Holzwarth, 2020).

Im Jahr 2010 rief der Schweizer Bundesrat das Bundesprogramm «Jugend und Medien zur Förderung der Medienkompetenz» ins Leben. Es war unter anderem eine Antwort auf das parlamentarisch gewollte Verbot sog. «Killergames». Im Fokus des Programms war insbesondere auch die ausserschulische Förderung von Medienkompetenz: die schweizweite Vernetzung verschiedener Akteure (Medien- und Technologiebranche, Wissenschaft, Verbände und Vereine wie Pro Juventute etc.) und Elternbildung. Es entstanden unter anderem Fachtagungen zu Jugendmedienschutz und Broschüren für Eltern mit Information und Erziehungstipps rund um digitale Medien (Abbildung 8).

Image for post
Image for post
Abbildung 8: Cover Ratgeber Medienkompetenz und die enthaltene Definition (Genner et al., 2016)

Publizistische Medienkompetenz

«Media literacy asks people to raise questions and be wary of information that they’re receiving. People are. Unfortunately, that’s exactly why we’re talking past one another.» (Boyd, 2017)

Es reiche nicht aus, kritisch zu denken und Falschinformationen mit einem Label zu versehen. Es brauche eine breitere kulturelle Debatte darüber, was wir als Wahrheit ansehen und wessen Informationen wir vertrauen, schreibt Boyd. Im deutschsprachigen Raum ist das Phänomen «Lügenpresse» zu nennen: ein überkritischer Umgang mit Journalismus, der auf ein erodiertes Vertrauen in klassische Medien hinweist.

Seit die digitale Transformation Fahrt aufgenommen hat, wird der Begriff Medienkompetenz zunehmend mit einem kompetenten Umgang mit digitalen Medien und Technologie assoziiert. Damit werden die publizistischen Aspekte in den Hintergrund gedrängt. Verschiedene Initiativen treten gegen diesen Trend an. Beispielsweise die Initiative «PUMAS» (Publizistische Medienkompetenz in Ausbildung und Schule), die 2018 vom Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft an der Universität Zürich (fög), der Schweizer Journalistenschule MAZ, dem Verband Schweizer Medien (VSM), dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF sowie IQES/schulentwicklung.ch ins Leben gerufen wurde. Das Programm beinhaltet u. a. eine Medienwoche an Gymnasien. Der VSM hat zudem das digitale Lehrmittel «Was lese ich? Journalismus verstehen» erstellt «zur Förderung der Medienkompetenz» (Läderach/Surber, 2020).

Genauere Definitionen sind notwendig

Die verwendeten Begriffe und die Zielorientierung der Auseinandersetzung mit «digitalen Medien» unterscheiden sich stark. Eine genauere Definition, was man im jeweiligen Kontext unter «Medien», «digitalen Medien» und somit auch «Medienkompetenz» und «Digitalisierung» versteht, ist dringend notwendig, um nicht komplett aneinander vorbei zu kommunizieren.

Kompetenzen im digitalen Zeitalter

Im Zuge der Debatten rund um die Digitalisierung der Arbeitswelt propagieren zahlreiche Publikationen den «Skill Shift»: veränderte Kompetenzanforderungen in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt. Braucht es in erster Linie mehr digitale Kompetenzen? Oder braucht es, ganz im Gegenteil, vor allem soziale und emotionale Kompetenzen im raschen Wandel? Welche zentralen Kompetenzen, Charakterstärken und Grundwerte ermöglichen es Heranwachsenden im 21. Jahrhundert, als Erwachsene einerseits Lebenszufriedenheit und gleichzeitig Arbeitsmarktfähigkeit zu erlangen?

Niemand weiss im Detail, welche Kompetenzen in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz garantieren, und schon gar nicht im Einzelfall. Junge Menschen bringen unterschiedliche Voraussetzungen, Bedürfnisse, Stärken, Talente und Persönlichkeiten mit. Alle über einen Kamm, beziehungsweise ein einziges Kompetenzmodell, scheren zu wollen, wäre daher wenig sinnvoll. Oft sind es gerade ganz unterschiedliche Kompetenzen und gegensätzliche Charakterstärken, die sich ergänzen, und damit ein Team, eine Familie und eine Gesellschaft erfolgreich machen.

Einige der einflussreichsten Einschätzungen, welche «Skills» künftig relevant sein werden, stammen von Robotik- und Digitalisierungsexperten. Sie betonen in erster Linie, dass künftige Arbeitskräfte das können müssen, was Maschinen nicht können und somit nicht wegdigitalisiert werden kann: Kreativität, Problemlösungsfähigkeiten und Sozialkompetenzen. Man fühlt sich an die Debatten um «Soft Skills» und «Schlüsselqualifikationen» erinnert, die lange vor dem digitalen Zeitalter begonnen haben. Gerade Technikexperten hatten grossen Einfluss auf neuere Prognosen und angsteinflössende Schlagzeilen, wonach rund die Hälfte der Arbeitsplätze wegen der Digitalisierung in Gefahr sei. Es ist allerdings stark umstritten, wie sich der Arbeitsmarkt aufgrund der digitalen Transformation verändert und noch verändern wird, da grosse branchen- und funktionsspezifische Unterschiede bestehen. Historisch versierte Arbeitsmarktspezialisten betonen, es handle sich keineswegs um die erste Automatisierungswelle in der Wirtschaftsgeschichte. Und bisher seien im Zuge von Mechanisierung und Automatisierung jeweils deutlich mehr Stellen geschaffen als abgebaut worden (Autor, 2015). Im vergangenen Jahrzehnt sind in der Schweiz deutlich mehr Vollzeitstellen entstanden. Dies wiederum ist jedoch auf verschiedene Faktoren zurückzuführen — beispielsweise eine konkurrenzfähige Volkswirtschaft, politische Stabilität und ein hervorragendes Bildungssystem, das mit der dualen Berufsbildung gerade im raschen technologischen Wandel klar im Vorteil ist. Dass allerdings die neu entstandenen Berufsprofile und Stellen mindestens teilweise neue Kompetenzanforderungen im technischen Bereich mit sich bringen, ist unstrittig.

Kompetenzen fürs 21. Jahrhundert

1. Selbstkompetenzen wie Selbstreflexion, Selbststeuerung, Selbstorganisation, Selbstdisziplin, Selbstwirksamkeit

2. Soziale Kompetenzen wie Kommunikation, Kollaboration, Kooperation, Teamfähigkeit, Beziehungen pflegen, soziale Verantwortung, Empathie, Umgang mit Diversität, kulturelles Bewusstsein

3. Analytisches Denken sowie Problemlösung, kritisches Denken und Kreativität.

Image for post
Image for post
Abbildung 9: Meistgenannte Kompetenzen aus 26 Kompetenzmodellen und -listen (Genner, 2019)

Im Zusammenhang mit der digitalen Transformation wird oft betont, dass mobil-flexibles Arbeiten — ermöglicht durch Laptops und Smartphones — höhere Anforderungen an die Selbststeuerung stellt. Daher passt es, dass Selbstkompetenzen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen in der Summe die häufigsten Kompetenzen sind. Gesellschaftliche Individualisierungstendenzen dürften hier mit den technologischen Entwicklungen einhergehen. Soziale Kompetenzen mit dem zentralen Begriff der Kommunikation sind das nächste grosse Kompetenzcluster, das auch mit Zuhören, Empathie, Umgang mit Diversität, kulturellem Bewusstsein und digitalen Kompetenzen zusammenhängt. Analytisches und kritisches Denken gehören eng zusammen und sind zusammen mit Kreativität zentrale Voraussetzungen für die oft geforderte Problemlösungsfähigkeit.

Über alle verwendeten Modelle und Auflistungen gesehen tauchen drei Kompetenzen auf, die als konsensfähigste gelten können: Kommunikation, Problemlösung, kritisches Denken. In wirtschafts- und techniknahen Publikationen, aber auch im bildungsnahen 4K-Modell (Kollaboration, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken) wird Kreativität in Abgrenzung zu maschinellen Fähigkeiten oft besonders hervorgehoben. Verschiedene Prognosen zur Zukunft der Arbeit gehen davon aus, dass Routinearbeiten, bei denen keine Kreativität oder Problemlösungsfähigkeit nötig ist, am schnellsten automatisiert werden. Es gibt jedoch zahlreiche Hinweise darauf, dass viele Routineaufgaben trotz theoretischer Automatisierbarkeit nicht automatisiert werden, weil es sich ökonomisch gesehen nicht lohnt (Aepli et al., 2017).

Wie lassen sich «digitale Kompetenzen» einordnen?

Image for post
Image for post
Abbildung 10: Kompetenzen und Grundwerte für das digitale Zeitalter (Genner, 2019)

Im Modell (Abbildung 10) bilden die Grundwerte das Fundament für Kompetenzen. Warum Grundwerte? Die meisten bisherigen Modelle integrieren Grundwerte oder Charakterstärken nicht oder nur bruchstückhaft. So ist auch nicht eindeutig, ob beispielsweise Integrität eine persönliche Kompetenz oder ein Grundwert ist. Das Beispiel der White Hat Hackers (ethische Hackers) im Gegensatz zu Black Hat Hackers (kriminelle Hackers) zeigt, dass beide Gruppen zwar über hohe digitale Kompetenzen verfügen, sich jedoch im Bereich der Integrität in ihrer Werthaltung unterscheiden. Wenn die Verankerung in Werthaltungen nicht gegeben ist, wirken sich (digitale) Kompetenzen in einem gesamtgesellschaftlichen Sinne nicht unbedingt positiv aus. Das «Kompetenzmodell» der Antike waren die vier Kardinaltugenden: Gerechtigkeit (iustitia), Mässigung (temperantia), Tapferkeit (fortitudo) und Weisheit (sapientia). Das Christentum fügte noch drei weitere Tugenden hinzu: Glaube, Liebe, Hoffnung. Und die Preussen legten besonderen Wert auf Pünktlichkeit, Ordnung und Fleiss. Tugenden sind ein Kind ihrer Zeit und sowohl weltanschaulich wie auch kulturell geprägt. Die «Grundwerte» im Modell orientieren sich an der Fachrichtung «Positive Psychologie» und ihren Charakterstärken (als Vater der Positiven Psychologie gilt Martin Seligman; Keller, 2017). Humor, Hoffnung, Integrität und Lebenssinn sind zentrale Elemente des Modells im Sinne seiner ganzheitlichen Ausrichtung auch ausserhalb der Arbeitswelt. Kompetenzen wie Prioritäten setzen und Ambiguitätstoleranz und lebenslange Lernfähigkeiten waren und sind in Zeiten raschen Wandels wichtig. Das Informations- und Datenvolumen sowie die Vielzahl neuer Quellen, die durch Digitalisierung erst möglich wurden, setzen Filterkompetenzen und kritisches Denken in besonderem Masse voraus.

Was ein Kompetenzmodell kaum abbilden kann, ist die Wichtigkeit, eine Balance zwischen Gegensätzen zu finden, z. B. zwischen Allgemeinbildung und Spezialisierung, Analyse und Intuition, zwischen Innovation und Bewährtem, Privat- und Berufsleben, zwischen Zuhören und Reden, zwischen Selbstachtung und Respekt für andere. Jede Stärke ist gleichzeitig und je nach Kontext oder Situation auch eine Schwäche (und umgekehrt). Ausserdem besteht die Gefahr, dass man mit einem Kompetenzmodell eine Art Gleichschaltung anvisiert, statt die Vorteile unterschiedlich zusammengesetzter Teams anzuerkennen. Nicht alle können und müssen im gleichen Ausmass über bestimmte Kompetenzen verfügen. Es ist auch eine zentrale Führungsaufgabe, unterschiedliche Kompetenzprofile möglichst passend zu kombinieren. Zeitgemässe Berufsberatung fokussiert in erster Linie auf eine Passung zwischen Person und Berufsfeld. Wenn Jugendliche und junge Erwachsene aus reiner Volkswirtschaftslogik heraus in Berufe und Tätigkeiten hinein beraten werden, die zwar gefragten Kompetenzprofilen in der IT-Branche, jedoch nicht ihren persönlichen Neigungen entsprechen, besteht die Gefahr, dass sie das Berufsfeld mangels Motivation bald wieder verlassen. Es ist eine Binsenwahrheit, dass lebenslanges Lernen in Zeiten schnellen Wandels von Vorteil ist, gerade weil wir vermutlich manche künftig notwendigen Kompetenzen noch gar nicht voraussehen können. Wer lernfreudig und veränderungsbereit ist, erfüllt das Gebot der Stunde: Agilität. Erkenntnisse aus der Forschung zu Charakterstärken zeigen, dass Freude am Lernen (love of learning) und Dankbarkeit (gratitude) jene zwei sind, die am besten voraussagen, ob jemand im Leben langfristig zufrieden ist (Kaufman, 2015).

Fazit

Es braucht im digitalen Wandel sowohl ein Verständnis publizistischer Medienlogiken, digitaler Technologien und ihren Auswirkungen, aber insbesondere auch berufs- und branchenspezifisches Fachwissen, überfachliche Kompetenzen und Charakterstärken.

Dr. Sarah Genner, Medienwissenschaftlerin, Expertin für Digitalisierung der Arbeitswelt, Dozentin an verschiedenen Hochschulen und Universitäten. Kontakt: sarah@genner.cc

Literaturangaben

Aepli Manuel; Angst Vanessa; Iten Rolf; Kaiser Hansruedi; Lüthi Isabelle; Schweri Jürg (2017): Die Entwicklung der Kompetenzanforderungen auf dem Arbeitsmarkt im Zuge der Digitalisierung. Bern: SECO Publikation, Arbeitsmarktpolitik Nr. 47.

Ammann Daniel (2009): Mit Medien unterwegs — Medienkompetenz als Unterrichtsziel. In: Dossier Medienkompetenz: Aktiver Unterricht rund um die Medien, hrsg. von der Stadt Zürich, S. 8–9. Zürich: Schulamt der Stadt Zürich. URL: https://phzh.ch/MAPortrait_Data/53505/34/dam_Dossier%20Medienkompetenz_2009-4.pdf

Ammann Matthias (2019): Digitale Bildung ist mehr als Medienkompetenz. Avenir Suisse. URL: https://www.avenir-suisse.ch/digitale-bildung-ist-mehr-als-medienkompetenz/

Autor David H. (2015): Why Are There Still So Many Jobs? The History and Future of Workplace Automation. Journal of Economic Perspectives, Summer 2015, 29(3), 3–30. URL: http://economics.mit.edu/files/11653

Baacke Dieter (1997): Medienpädagogik. Grundlagen der Medienkommunikation, Band 1. Tübingen: Niemeyer.

Bennett Sue; Maton Karl; Kervin Lisa (2008): The ‘Digital Natives’ Debate: A Critical Review of the Evidence. British Journal of Educational Technology. 39. 10.1111/j.1467–8535.2007.00793.x.

Berkman Klein Center (2020): Digital Citizenship+ Resource Platform. Youth and Media Lab at Berkman Klein Center for Internet and Society at Harvard University. URL: https://dcrp.berkman.harvard.edu/

Boyd Danah (2017): Did Media Literacy Backfire? Data and Society: Points. URL: https://points.datasociety.net/did-media-literacy-backfire-7418c084d88d

D-EDK Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (2016). Medien und Informatik im Lehrplan 21 — von der D-EDK Plenarversammlung am 31.10.2014 zur Einführung in den Kantonen freigegebene Vorlage. Bereinigte Fassung vom 29.02.2016. URL: https://v-ef.lehrplan.ch/container/V_EF_DE_Modul_MI.pdf

Döbeli Honegger, Beat (2016): Dagstuhl-Dreieck. Gezeichnet von Renate Salzmann im Auftrag von Beat Döbeli. Pädagogische Hochschule Schwyz. URL: https://mia.phsz.ch/Dagstuhl/WebHome

DQ Institute (2017): DQ Citizenship Framework. URL: https://www.dqinstitute.org/dq-framework/

Funiok Rüdiger (2002): Medienpädagogik aus medienethischer Perspektive. In: Paus-Haase Ingrid; Lampert Claudia; Süss Daniel (Hrsg.): Medienpädagogik in der Kommunikationswissenschaft. Positionen, Perspektiven, Potenziale. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Genner Sarah; Süss Daniel; Waller Gregor; Willemse Isabel; Suter Lilian; Oppliger Sabine (2016). Medienkompetenz: Tipps für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien. Für Eltern und alle, die mit Kids zu tun haben. Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, 6. Auflage im Rahmen des Bundesprogrammes Jugend und Medien (1. Auflage ZHAW 2011). URL:

Genner Sarah (2017): ON/OFF. Risks and Rewards of the Anytime-Anywhere Internet. Zürich: vdf Hochschulverlag an der ETH Zürich. URL: https://vdf.ch/on-off-e-book.html

Genner Sarah (2018): Folie «Medienkompetenz» aus dem Referat «Surfen, Gamen, Chatten», konzipiert für Elternabende zu Jugend und digitale Medien, in Verwendung seit 2011.

Genner Sarah (2019): Kompetenzen und Grundwerte im digitalen Zeitalter. In: Aufwachsen im digitalen Zeitalter. Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen. URL: https://www.ekkj.admin.ch/fileadmin/user_upload/ekkj/02pubblikationen/Berichte/d_2019_EKKJ_Bericht_Digitalisierung.pdf

Genner Sarah (2020): 10 Thesen zu Bildung und Digitalisierung. In: Demantowsky Marko, Lauer Gerhard, Schmidt Robin & te Wildt, Bert (Hrsg.). (2020). Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg. doi: https://doi.org/10.1515/9783110673265

Holzwarth Peter (2020): Sind Menschen die besseren Roboter? Ethische Fragen zur Digitalisierung. Lifelong Learning Blog PHZH Pädagogische Hochschule Zürich. URL: https://blog.phzh.ch/zhe/digitalisierung-und-ethik/

Kaufman Scott Barry (2015): Which Character Strengths Are Most Predictive of Well-Being? Scientific American. URL: https://blogs.scientificamerican.com/beautiful-minds/which-character-strengths-are-most-predictive-of-well-being/

Keller, Teresa (2017): Die 24 Charakterstärken. In: Keller, Teresa: Persönliche Stärken entdecken und trainieren. Hinweise zur Anwendung und Interpretation des Charakterstärken-Tests. S. 9–43. Wiesbaden: Springer.

Läderach Marianne; Surber Janine (2020): Was lese ich? Journalismus verstehen. Medieninstitut des Verlegerverbandes Schweizer Medien. URL: https://was-lese-ich.ch/

Ma Jack (2018): Future of Education. Panel am WEF World Economic Forum. URL: https://youtu.be/rHt-5-RyrJk?t=33

McLuhan Marshall (1964): Understanding Media: The Extensions of Man. New York: McGraw-Hill.

Metzler Marco (2016, 3. März): Millionen Arbeitsplätze verschwinden. NZZ am Sonntag. URL: https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/erik-brynjolfsson-millionen-arbeitsplaetze-verschwinden-ld.144931?reduced=true

Olff Sabine (2018, 16. August): Für das neue Schulfach Informatik müssen auch die Lehrer büffeln. SRF Schweizer Radio und Fernsehen. URL: https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/neues-primar-schulfach-fuer-das-neue-schulfach-informatik-muessen-auch-die-lehrer-bueffeln

Paus-Haase Ingrid; Lampert Claudia; Süss Daniel (Hrsg.) (2002): Medienpädagogik in der Kommunikationswissenschaft. Positionen, Perspektiven, Potenziale. Opladen: Westdeutscher Verlag.

PHZH Digital Learning (2020): Digitale Basiskompetenzen. URL: https://ilias.phzh.ch/goto.php?target=pg_108620_2141994&client_id=phzh

Schludermann Walter (2002): Medienmüdigkeit als gesellschaftliche Herausforderung. In: Paus-Haase Ingrid; Lampert Claudia; Süss Daniel (Hrsg.): Medienpädagogik in der Kommunikationswissenschaft. Positionen, Perspektiven, Potenziale. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Staub Thomas; Kern Andrea; Schranz Michael (2019): Medien — Informatik — Anwendung. Planungshilfe für drei Kompetenzbereiche und drei Zyklen. Pädagogische Hochschule Zürich. URL: www.dreimaldrei.ch

Vollbrecht Ralf (2001): Einführung in die Medienpädagogik. Weinheim: Beltz Verlag.

Wineburg Sam; McGrew Sarah; Breakstone Joel; Ortega Teresa (2016). Evaluating Information: The Cornerstone of Civic Online Reasoning. Stanford Digital Repository. URL: http://purl.stanford.edu/fv751yt5934

Winthrop-Young Geoffrey (2005): Friedrich Kittler zur Einführung. Band 307 von Zur Einführung. Hamburg: Junius Verlag.

Zum Weiterlesen

Döbeli Honegger Beat (2016): Mehr als 0 und 1 — Schule in einer digitalisierten Welt. Bern: hep verlag. URL: http://mehrals0und1.ch/

Genner Sarah (2017): Digitale Transformation: Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in der Schweiz — Ausbildung, Bildung, Arbeit, Freizeit. Bericht zuhanden der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen. Zürich: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. URL: https://ekkj.admin.ch/fileadmin/user_upload/ekkj/04themen/08Digitalisierung/d_2017_Bericht_Digitale_Transformation_Genner.pdf

Hartmann Werner; Hundertpfund Alois (2015): Digitale Kompetenz. Was die Schule dazu beitragen kann. hep verlag. URL: https://www.digitalekompetenz.ch/

Krommer Axel; Linder Martin; Mihajlovic Dejan; Muuß-Merholz Jöran; Wampfler Philippe (2019): Routenplaner #digitaleBildung: Auf dem Weg zu zeitgemässem Lernen. Eine Orientierungshilfe im digitalen Wandel. URL: https://routenplaner-digitale-bildung.de/

Süss Daniel; Lampert Claudia; Trültzsch-Wijnen Christine W. (2018): Medienpädagogik. Ein Studienbuch zur Einführung. 3. Auflage. Wiesbaden: Springer VS.

Digital Transformation / Digital Media / Future of Work // Researcher / Lecturer / Speaker // GENNER.CC

Get the Medium app